|
WEILBACH
Mehr als 350 Untermainstädter waren am Donnerstag zum traditionellen
Bürgerempfang in die Weilbachhalle gekommen. Damit zeigten
sie, dass der seit vergangenem Jahr praktizierte turnusmäßige
Wechsel der Veranstaltungsorte bestens angenommen wird. 
Von unserer
Mitarbeiterin Alexandra Dehne
Aber nicht nur
der Festakt zum Tag der deutschen Einheit war gut besucht, sondern
ebenso nutzten viele das Familienfest, um das Essensangebot der
Weilbacher Kerbeborsch zu probieren. Die kleineren Besucher konnten
sich während des gesamten Vormittags beim Malen und mit einem
Clown vergnügen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten
die Sängervereinigung Weilbach und im Anschluss der Flörsheimer
Musikverein.
Der Festvortrag
hatte diesmal die Zukunft der Schule im Jahre 2010 zum Thema. Zweiter
Kreisbeigeordneter Michael Cyriax (CDU) sah die Ziele der Bildung
in der Entwicklung der Persönlichkeit, der Teilhabe an der
Gesellschaft und der Vorbereitung auf den Beruf. In jedem Falle
seien die Eltern bei der Erziehung der Kinder gefragt, die Schule
könne nur unterstützen.
Für die
Zukunft seien sechs Punkte entscheidend: Zum einen bräuchten
die Schulen mehr Freiheit bei den Entscheidungen, damit sie schneller
auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren könnten. Zum anderen
müsse klar sein, dass jedes Kind ein Individuum sei und entsprechend
seiner Fähigkeiten gefördert werden müsse. Als Drittes
nannte Cyriax die Vermittlung von Werten wie Pünktlichkeit,
Verlässlichkeit und Disziplin sowie gesellschaftlichen Respekt.
An dieser Stelle sollten Eltern und Lehrer Vorbilder sein, wofür
es zustimmend Applaus gab. In Hinsicht auf einen Beruf sei ein frühzeitiger
Praxisbezug unabdingbar, aber es müsse ebenso Raum für
Kreativität, Sportlichkeit und Fairness geben. Als letzten
Punkt nannte der Kreisbeigeordnete die zunehmenden Betreuungsangebote
an den Schulen, denn eine Erwerbstätigkeit beider Elternteile
sei schon fast die Regel.
Während
des Festaktes ehrten Bürgermeister Ulrich Krebs (CDU) und Stadtverordnetenvorsteher
Anton Geisinger (CDU) wie immer verdiente Einwohner Flörsheims.
So wurden Helmut Axthelm und Josef Hofmann von der Flörsheimer
Schützengesellschaft 1906 für ihr langjähriges Engagement
mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.
Der Preis für
bürgerschaftliches Engagement ging in diesem Jahr in der Kategorie
Kultur an die ehemalige Klasse 4a der Riedschule. Die Kinder hatten
gemeinsam mit ihrer Lehrerin Jennifer Quast ein Mosaik am Schuleingang
gestaltet. Die darauf zu sehende Menschenkette ist mittlerweile
zum Logo der Schule geworden. Die 500 Euro Preisgeld kommen der
Schule zugute.
Buchgutscheine
gab es für die besten Absolventen der Graf-Stauffenberg-Schule.
Im Hauptschulzweig waren dies Dominik Bachmann und Tibor Anthes,
im Realschulzweig Hanane Boufousan, Nina Brandt und Thorsten Batke,
und das beste Abitur machten Sascha Berndt und Felix Heeg.
Stadtverordnetenvorsteher
Anton Geisinger nutzte den Bürgerempfang, um für eine
Partnerschaft mit der türkischen Stadt Güzelbahçe
Werbung zu machen. Damit verbinde er die Hoffnung, dass es zu einem
Entgegenkommen auch mit den in Flörsheim lebenden Türken
komme, denn diese seien nicht mehr nur als Gastarbeiter in Deutschland,
sondern unsere alltäglichen Nachbarn.
Weitere
Bilder von dem Bürgerempfang finden Sie hier.
|