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vom
11.05.2004
Haus
am Weilbach wird Festort
Rettung für die Kerb in Weilbach
Weilbach. Zwei
Dinge beeinflussten die Weilbacher Kerb in den vergangenen Monaten.
Erstens die Finanzen und zweitens der Publikumszuspruch. War doch
die Weilbachhalle in den vergangenen Jahren ein denkbar schlechter
Ort für die Kerb. Bei Temperaturen jenseits der 40 Grad kam
in der Halle keine richtige Stimmung auf. Und die Zahl der Besucher
hielt sich in Grenzen. Das traf auch die Kasse der Kerbeborsch.
So wirkte sich die Kerb im vergangenen Jahr finanziell äußerst
negativ aus. Mehr Kosten als Einnahmen, so lautete die Bilanz.
Die Mitglieder
des Vereins Kerbeborsch 6091 um ihren Vorsitzenden Marcus Reif haben
sich deshalb Gedanken gemacht, was verbessert werden muss, um die
Kerb zu retten. Das Erarbeiten eines Konzepts für die Kerb
2004, die vom 20. bis 24. August ausgerichtet wird, war der Anlass
für die erste Klausurtagung der Kerbeborsch, die in Aschaffenburg
in einer Jugendherberge stattfand. Das Konzept sieht vor, die Kerb
an das Haus am Weilbach zu verlegen. Eine Bühne und zwei
Essensstände werden dort aufgebaut, erklärt Marcus
Reif. Von der Verlegung der Kerb an den Ortsmittelpunkt versprechen
sich die Kerbeborsch mehr Besucher als bisher, erläutert Marcus
Reif. Denn: Wer will schon Eintritt zahlen, wenn er in brütend
warme Halle zum Kerbetanz geht, meint Marcus Reif.
Die Kosten für
die Musikband sowie den Aufbau der Bühne übernehmen die
Kerbeborsch 6091. Die Fahrgeschäfte haben ihre Standplätze,
wie in den Jahren zuvor auch, weiterhin an der Weilbachhalle. Da
der Platz vor dem Haus am Weilbach zu klein ist, um ein Festzelt
aufzubauen, tragen die Kerbeborsch das Risiko, wenn es just an den
Kerbetagen regnen sollte. Trotzdem sind die insgesamt 16 Kerbeborsch-
und Mädels überzeugt, dass die Kerb durch die Verlegung
neuen Schwung bekommt. Mehr ins Ort und damit auch näher
zu den Leuten damit sollten die Weilbacher genügend
animiert sein, der Kerb einen Besuch abzustatten. Zumal im August
meistens das schönste Sommerwetter herrscht. Und der Kerbetanz
im Freien, auf der Bühne vor dem Haus am Weilbach, ist sicherlich
reizvoller als in der stickigen Luft der Weilbachhalle. Der Eintritt
ist übrigens frei.
Trotz allem:
Es geht auch darum, ob die Weilbacher ihre Kerb behalten wollen
oder ihr den Laufpass geben wollen. Früher waren die Kerbefeiern
in Weilbach fast schon legendär. Da lernten etliche junge Männer
ihre künftigen Frauen auf der Kerb kennen. Vielleicht ist dies
heute nicht mehr so. Doch die Kerbetradition hat solange Sinn, wie
sich die jungen Leute mit ihrem Ort identifizieren. Da sind sie
manchmal Vorbilder für die Alteingesessenen. So
wirbt auch Ortsvorsteher Heinz Lauck für die Weilbacher Kerb:
Es wäre schade, wenn diese Tradition nicht weitergeführt
wird. Doch Heinz Lauck ist optimistisch, dass die Verlegung
der Kerb ein Erfolg wird. An den Weilbachern liegt es nun, ob sich
dies bewahrheitet. (meh)
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Quelle:
Höchster Kreisblatt
Erschienen:
11.05.2003
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