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vom 25.08.2004
Ausrichter
der Weilbacher Kerb freuen sich über schwarze Zahlen
Feiern im Ortskern ist das richtige Rezept
Weilbach. Nach
einer langen Durststrecke, die sich über mehrere Jahre hinzog,
genossen es die Verantwortlichen des Vereins «Kerbeborsch
6091 Weilbach» geradezu, während des Gickelschlags endlich
ein positives Fazit über die Kerb in den Notizblock diktieren
zu können. «Wir empfanden die Kerb als durchweg gelungen
und wir sind so vermessen zu sagen, dass die Weilbacher das Fest
angenommen haben», freute sich der Vorsitzende Marcus Reif
und meinte weiter: «Das war okay, in Ordnung, nächstes
Jahr gern wieder».
Mehrere hundert
Besucher erlebten am Montag vor dem Haus am Weilbach den Gickelschlag
und sorgten nochmals für einen erfreulichen Umsatz. Und trotz
der kühlen Temperaturen waren nach dem Wettbewerb bis spät
am Abend alle Sitzplätze vor dem Haus am Weilbach besetzt.
Doch was die Zahlen beim Kassensturz erstmals seit vielen Jahren
nicht rot, sondern schwarz werden ließ, waren vor allem viele
Spenden von Weilbachern an den Verein «Kerbeborsch 6091»
und der erstmals ausgerichtete Frühschoppen am Montagmorgen,
zu dem bei strahlendem Sonnenschein rund 100 Gäste auf den
neuen Kerbeplatz im Zentrum Weilbachs kamen.
Sogar «noch
ein bisschen Luft», so Marcus Reif, hatte der Kerbeverein,
um die schon obligatorische Spende an den Frankfurter Verein «Hilfe
für krebskranke Kinder» noch zu erhöhen. Aus den
eingenommenen 500 Euro aus dem Kaffee-und-Kuchen-Verkauf am Sonntag
machten die Kerbeborsch mit 166 Euro aus der eigenen Kasse eine
Schnapszahl. Das endgültige Gebot für Kerbehammel «Herkules»
war auch ein stattlicher Betrag: Die katholische Pfarrgemeinde erhielt
beim Stand von 480 Euro während der «amerikanischen Versteigerung»
den Zuschlag.
Was die zehn
Kerbeborsch um Kerbevadder Dominic Dienst allerdings etwas verwunderte:
Die Konkurrenz aus den anderen Flörsheimer Stadtteilen interessierte
sich gar nicht für die Kerbepuppe. «Das wäre eine
Gaudi gewesen, wenn jemand an unserem kerzengeraden Baum hochgeklettert
wäre», lachte Reif, «der hätte sogar noch
was von uns gekriegt». Doch vielleicht sind die Kerbeborsch
aus Flörsheim und Wicker noch alle in Urlaub.
Mächtig
ins Zeug legte sich dafür Markus Wolff. Der Soma-Spieler von
Germania Weilbach zerschlug mit dem Dreschflegel den «Gickel»,
einen Tonkrug, unter dem Jubel der Zuseher im zweiten Versuch. Allerdings
hatten seine Vorgänger zuvor auch gar keine Chance, treffsicher
zu sein. Thorsten Press, Achim Dienst, Rosi Reinelt, Traudl Bayer
und Monika Schäfer wurden mit verbundenen Augen auf die falsche
Fährte gelockt. Sie konnten den Krug nicht treffen, weil er
vorher vom Boden weggenommen und auf einem anderen Platz gestellt
wurde. Warum dies bei Wolff nicht geschah, wissen nur die Kerbeborsch.
An Markus Wolff
liegt es jetzt, die vorerst letzte von vielen Verbesserung an der
diesjährigen Kerb anzustreben. Er «darf» die Kerbeborsch
zum Essen einladen. Beim letztjährigen «Gickelschläger»
Jörg Geyersbach ist das aus terminlichen Gründen bis heute
gescheitert. (rem)
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Quelle:
Höchster Kreisblatt
Erschienen:
25.08.2004
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